Quakenbrücker Kirchhof-Führer wird am 24. Juni um 18:00 Uhr an der St.-Sylvester-Kirche vorgestellt.

Der Quakenbrücker Kirchhof-Führer wird am Freitag, 24. Juni, 18:00 Uhr, vorgestellt. Wir beginnen die Veranstaltung mit der Enthüllung einer Erinnerungstafel am Ort der 1893 abgerissenen Lateinschule. Dann wird auch ein Glas Sekt gereicht. Wir bitten den Bürgermeister um ein Grußwort. Bitte reservieren sie sich diesen Termin. Wir versprechen einen interessanten und angenehmen Sommerabend.

„Der Quakenbrücker Kirchhof-Führer“, eine von Heiko Bockstiegel im Auftrag der Kirchengemeinde bild- und faktenreich erstellte Broschüre zu den historischen Gräbern rund um die Kirche, wird erstmalig vorgestellt. Mit dem Kirchhof-Führer in der Hand wird persönlich über den Kirchhof geführt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Broschüre wird künftig für 2,-€ im Tourismusbüro und im Kirchenbüro abgegeben.

Auszug aus dem Quakenbrücker Kirchhof-Führer: „Historische Friedhöfe und speziell die Kirchhöfe spiegeln unser kulturelles und gesellschaftliches Erbe wider und sind bedeutende Orte der Erinnerung. Der St.-Sylvester-Kirchhof als ältester Begräbnisplatz in der Stadt Quakenbrück ist als erhaltenswertes Kleinod einmalig im Osnabrücker Land. Und das liegt nicht nur an der ganz besonderen Atmosphäre, die diese Insel der Ruhe bietet, sondern auch an den erhaltenswerten Grabdenkmälern aus vier Jahrhunderten. Zusammen mit der Kirche bildete der Kirchhof den Mittelpunkt des gesamten städtischen und christlichen Lebens: Taufe, Heirat und schließlich Beerdigung fanden hier neben den regelmäßigen Kirchgängen als gesellschaftliche Ereignisse statt.

Bevorzugte Grabplätze waren nahe an die Kirche herangerückt, und noch 30 Schritte im Umkreis galt der Boden um die Kirche herum als geweiht – oder eben im Inneren der Kirche. Mit der Entstehung des Christentums entstand auch der Wunsch, in der Nähe der Reliquien und des Altares „ad sanctos“ bestattet zu werden. Das Innere der Gotteshäuser (und damit auch der St.-Sylvester-Kirche) war jedoch nur Würdenträgern, so Pastoren und Adeligen, als Grablege vorbehalten.

Diese größtenteils ausgemauerten Begräbnisplätze waren erblich, so dass die Nachkommen ebenfalls dort beigesetzt werden durften. Es war eine große Ehre, in der Kirche und vor allem möglichst nahe am Altar begraben zu werden.“