Offene Kirche

 

Kirchengebäude sind Schätze, die den Menschen anvertraut sind. Ihre Bedeutung können sie jedoch erst entfalten, wenn sie für viele zugänglich gemacht werden.

 

Vom 9. April bis zum 31. Oktober ist unsere St.-Sylvester-Kirche täglich (außer samstags) von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Ohne Aufsicht geht es nicht. Können Sie sich vorstellen, Besucher und Besucherinnen durch unsere vorbildlich restaurierte Kirche zu führen? Unser Kirchen-Team benötigt Verstärkung.

Herzliche Einladung zum Planungstreffen am Dienstag, 7. März, 2017 von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr im Hermann-Bonnus-Haus

 
Ein spiritueller Ort

Kirchen werden von Menschen als angenehme Orte erlebt. Der Raum strahlt Geborgenheit aus. Die Kunstwerke sind nicht um ihrer selbst willen geschaffen; sie erzählen vom Glauben und von der Geschichte Gottes mit den Menschen.

St.Sylvesterkirche

Kirchenräume sind Stein gewordene Erzählungen. Die Spuren menschlichen Vertrauens und menschlicher Hoffnung sind in den Räumen anwesend. Und für viele Menschen unvergesslich sind jene Räume, in denen sich – aus freudigem oder traurigem Anlass – die eigene Lebensgeschichte mit dem Wirken Gottes kreuzte.

Auch die St.-Sylvester-Kirche ist ein Ort der Begegnung und der Besinnung. Sie lädt zur Besichtigung und zur stillen Andacht ein.

Ein Kreis von Mitarbeitern, die sich während der Öffnungszeiten in der Kirche aufhalten, macht es möglich, dass Besucher außerhalb der Gottesdienstzeiten die Kirche besichtigen und zur stillen Andacht nutzen können. Sie geben gerne Auskunft, wahren aber auch diskrete Distanz.

 

Geschichte und Sehenswertes

Von 1250 bis 1256 wurde mit dem Bau der ehemaligen Stiftskirche begonnen. Sie verkörpert den Typ der westfälischen Hallenkirche und besteht aus drei Schiffen mit zwei Jochen.

Blickt man von der Turmhalle in die Kirche oder tritt durch einen der beiden seitlichen Haupteingänge ein, so fällt zunächst der weite Bogen der Chorschranke mit dem gotischen  Triumphkreuz darüber (Anfang des 14. Jahrhunderts) ins Auge. St.-Sylvesterkirche Innenraum

Die gut erhaltene Rankenmalerei der Gewölbe dürfte gleich im Anschluss an
die Einwölbung ausgeführt worden sein, so auch die schönen Wandmalereien:

 

• die Ölbergszene an der Südseite des Vorchores,
• die Kreuzigungsszene an seiner Nordseite und
• das Bild der hl. Ursula mit den 10.000 Jungfrauen über der Tür zur Sakristei.
 
An der Tür selbst ist ein bemerkenswerter bronzener Türzieher mit einem Löwenkopf angebracht.
Das Chorgestühl aus Eichenholz und das ins Mauerwerk eingelassene Sakramentshaus (rechts vom Eingang zur Sakristei) entstanden um 1500. Der Hochaltar und die Sandstein-Epitaphe der Burgmannsfamilie von Dinklage stammen aus dem 17. Jahrhundert.
An der Südseite des Langhauses sind u. a. angebracht:

Das Bild des Quakenbrücker Reformators Hermann Bonnus (1504-1548) und das Epitaph von Vitus Büscher (1602-1666), Pastor und Organisator des evangelischen Gemeindewesens in Quakenbrück.

 

Hingewiesen sei weiter auf:
• den Palmesel aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts,
• das Kirchengestühl um 1600, reich verziert, z.B. mit dem Artländer Drachen,
• die barocken Kronleuchter,
• die Friedensuhr von 1648 (oberhalb der Tür, die vom Kirchenschiff zum Turm führt),
• das hölzerne Taufbecken (1721) und
• die Kanzel mit dem Kanzelkorb (1603) und dem barocken Schalldeckel (1660).

 

Der Turmraum ist vom Frühjahr über die Sommermonate bis in den Herbst hinein in der Regel ganztägig geöffnet.
Vom Turmraum aus kann man dann durch die Glastür einen Blick in den Kirchenraum werfen.

Eine Turmbesteigung ist nur möglich am Tag des offenen Denkmals und zu besonders angekündigten Anlässen.

Der Turm ist 68 Meter hoch. Es führen ungefähr 210 Stufen in die Laterne hinein, deren Plattform einen weiten Blick in das Land erlaubt.

 

Taufbecken Blick auf die Kirche Palmesel