„Die St.-Sylvesterkirche steht als steingewordenes Symbol und kulturhistorisches Zeugnis für die Stadtgeschichte“, verwies Bürgermeister Paul Gärtner darauf, dass das Gotteshaus auch ein heiliger Ort sei. Die jetzt begonnenen Renovierungsmaßnahmen eröffneten neue Möglichkeiten des Zusammenrückens der Konfessionen, und so war „Lichtspuren“ auch eine Begegnung unter ökumenischen Aspekten. Dass das Ergebnis der gesamten Renovierung und darin eingeschlossen auch die jetzt begonnene Innenrenovierung am Ende alle begeistern werde, davon zeigte sich Pastor Wolfgang Thon-Breuker überzeugt. „Wir liegen gut im Zeitplan und hoffen, zu Beginn der Adventszeit des nächsten Jahres die restaurierte Kirche wiedereröffnen zu können.“

„Lichtspuren ermöglichten einen Abend der Begegnung. Im Bild Bürgermeister Paul Gärtner bei seinem Ausführungen. Foto: Heiko Bockstiegel

Faszinierende Abenddramaturgie

Der Wunsch von Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Claus Peter Poppe, dass das Licht ausstrahlen möge weit über die Gemeinde hinaus, ging an diesem Abend auf jeden Fall in Erfüllung. Denn Jona Revermann und sein versiertes Team des jungen Quakenbrücker Unternehmens Revermann Veranstaltungstechnik hatten für die „Lichtspuren“ ein ausgeklügeltes System und eine faszinierende Abenddramaturgie ausgearbeitet. Das Versprechen, die Kirche und ihr Umfeld in neuem Licht als spirituellen Raum zu erleben, wurde auf jeden Fall eingelöst.

Die St. Sylvesterkirche erstrahlte in farbigem Licht. Foto: Heiko Bockstiegel

Die Feste im Kirchenjahr haben ihre eigenen Farben. So war die St.-Sylvesterkirche auf der Grundlage des additiven Farbsystems zur Einstimmung in die liturgische Kirchenfarbe lila eingetaucht, die für Zeiten der Besinnung und inneren Einkehr, für Buße und Gebet, ja für das Religiöse im Menschen überhaupt steht.

Die sich anschließenden christlichen Symbolfarben Rot und Grün markierten das adventliche und weihnachtliche Geschehen: Diese Farbkombination versinnbildlicht Christen die übernatürliche Hoffnung.

Auch das Umfeld der Kirche leuchtete. Foto: Heiko Bockstiegel

Als Schlussbild hatte das Team von Revermann Veranstaltungstechnik jahreszeitlich angepasst das winterkalte Blau gewählt. Jeder Scheinwerfer auf LED-Basis war dabei separat steuerbar. Rund um die Kirche waren außerdem weitere kleine Lichtquellen quer durch das Farbensystem installiert, und als besondere Überraschung erhielt der Kirchturm passend zur Adventszeit auch eine Projektion mit vielen kleinen Sternen.

Ein Artikel von Heiko Bockstiegel