Schon die ersten Silben und Akkorde verdeutlichten die hohe Qualität der Sängerinnen und Sänger des Koreanischen Kirchenchores, der sich von Dirigent Wonsun Jung technisch wie musikalisch exzellent vorbereitet zeigte. Es war nicht nur das gestalterische stimmliche Element, das dieses Konzert so besonders machte, sondern auch der hohe Respekt vor den jeweiligen Werken. Und dann ist da noch der besondere Zauber, der von diesem Klangkörper ausgeht, der zudem über vorzügliche Solisten verfügt.

Emotionen und starker Ausdruck, diese Faktoren prägten die musikalische Adventsandacht mit Kompositionen von J. R. Murray, S. Willis, H. R. Evans, Albert Hay Malotte, H. R. Palmer, Jenette Threlfall, James Michael Stevens, D. Governor, Ken Medema Mary McDonald und Manfred Staiger.

Ein konzentriert lauschendes Publikum erlebte Weisen wie „Das Jesuskind“, „In der klaren Mitternacht“, „Meister, es tobt der Wind“, „Oh! Hosanna“, „Komme, du Morgen der Auferstehung“ und „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ bis zum deutsch gesungenen „Der Spross“. Der Chor sang sie wohl artikuliert und transparent, mit äußerster dynamischer Kultur und zarten Piani.

So wurde das Konzert mit der passend gewählten Zugabe „Die Liebe ist langmütig“ zu einem Erlebnis: „Wer hier nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst“, so die ersten spontanen Reaktionen.

Ein Artikel von Heiko Bockstiegel