Visitation der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Quakenbrück

 

Am 5. März waren die Quakenbrücker Schulen der Einladung der Kirchengemeinden gefolgt. 23 Religionslehrer/innen  beider Konfessionen aus den 3 Grundschulen, der Hasetal-Schule, der Oberschule und dem Gymnasium äußerten ihre Wünschen gegenüber den Kirchengemeinden. Von Seiten der Kirchengemeinden waren dabei: Superintendent Hans Hentschel, Pastorin Christina Richter, Pastor Wolfgang Thon-Breuker, Diakonin Schimnick, Kantor Won Sun Jung,  Kirchervorsteher  Gerd Meinecke und Kirchenvorsteher Jörg Fehrlage .  Gegen Abend  gab es noch ein Treffen mit den Schulleiter/innen der Quakenbrücker Schulen, in dem auch gemeinsame Projekte angedacht wurden.

 

Seit 3.03. visitierte Superintendent Hans Hentschel aus Bramsche die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Quakenbrück. Höhepunkt war der Visitationsgottesdienst am 9. März um 10.00 Uhr in der St.-Sylvester-Kirche, in dem sich der Superintendent zu seinen Eindrücken von der Kirchengemeinde äußerte. Auf dem gemeinsamen Besuchsprogramm standen Gespräche mit Religionslehrer/innen und Schulleiter/innen, ein Besuch im christlichen Krankenhaus und bei der Bundeswehr, ein Gespräch mit Rat und Verwaltung der Samtgemeinde, Besuche  in diakonischen Einrichtungen, Kindertagestätten und in den beiden großen Pflegeheimen. Auch ein Arbeitsessen  mit den hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der  katholischen Pfarreiengemeinschaft wurde angeregt.

Eine Visitation soll alle 6 Jahre durchgeführt werden. In der Geschichte der lutherischen Kirchen war die Visitation das wichtigste und effektivste Werkzeug zur Durchführung der Reformation im 16. Jahrhundert. Nur so konnte jeder einzelne Ortspfarrer darauf überprüft werden, ob er der neuen "evangelischen" Lehre entsprach und den gewandelten Anforderungen an das Pfarramt gewachsen war. Philipp Melanchthon verfasste 1527/28 – von Martin Luther gestützt – seinen Vorschlag für eine Visitationsordnung. Heutzutage dient die Visitation  – um es mit modernen Begriffen auszudrücken - der Qualitätskontrolle und der Qualitätssicherung in den Kirchengemeinden. Auch die Wertschätzung der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in den Kirchengemeinden liegt dem Superintendenten am herzen. So hat er beim Mitarbeiterfest der St.-Sylvester-Kirchengemeinde am 6. März  ein Referat über „Christliche Willkommenskultur“ gehalten.

Impressionen von der Visitationswoche finden sich hier.