Allerdings fehlte bisher das Geld. Die Landeskirche zahlt in der Regel nur für bauerhaltende Maßnahmen. Eine Innenrenovierung gilt als Verschönerungsmaßnahme. Die nötige Summe aus eigenen Quellen aufzubringen ist  für die Kirchengemeinde außerhalb ihrer Möglichkeiten.

Seit Sommer kam Bewegung in die Sache. Der Kirchenvorstand hat eine Restaurierung der Kirche befürwortet.  Es gab es immer wieder Gespräche, an dem sich auch das niedersächsische Amt für Denkmalpflege beteiligt hat.  Bei Detlef Abel vom Amt für Bau- und Kunstpflege laufen die Fäden zusammen.

Die nötigen Voruntersuchungen wurden von Mitte Oktober bis Mitte November durchgeführt. Die Kosten in Höhe von fast 20.000 Euro teilten sich die Landeskirche, der Kirchenkreis, die Denkmalspflege und die Kirchengemeinde.

Die Diplomrestauratorin Christiane Maier  aus Hamburg hat  die Deckengewölbe der Kirche untersucht.  Dabei konnte Malermeister Dieter Bentlage (87), der bis 1997 in Quakenbrück einen Malerbetrieb hatte,  wertvolle Tipps geben. Er war schon bei der Restaurierung 1961/62 an der Ausmalung der Deckengewölbe beteiligt. Frau Maier soll bis  Januar ein schlüssiges  Restaurierungskonzept vorlegen.

Das renommierte Ingenieur-Büro  Rainer Heimsch  soll Vorschläge für eine bezahlbare Heizungsanlage machen. So gab es am 31. Oktober einen spektakulären Rauchversuch, der zeigte, was der sonntägliche Kirchenbesucher  schon ahnte.  Die warme Luft wird mit gewaltiger Kraft an die Decke geblasen. Unten  in den Kirchenbänken  kommt aber nur wenig davon an. Bis Ende November hingen  überall in der Kirche versteckt Datenlogger. Sie ermittelten die Verteilung der Heizströme in der Kirche und geben Aufschluss,  wie eine künftige Heizungsanlage konzipiert sein muss.

Wenn die Experten ihre Vorschläge vorgelegt haben, können die Anträge an mögliche Geldgeber geschrieben werden. Ist die Finanzierung gesichert, kann die Restaurierung beginnen. Wann das sein wird, steht noch nicht fest. Aber ein guter Anfang ist gemacht.

Pastor Wolfgang Thon-Breuker