Mit offenen Armen empfangen: Pastor Friedrich Hülsmann (Dritter von links) mit Anke Markus, Claus Peter Poppe, Hans Hentschel, Gerd Meinecke, Wolfgang Thon-Breuker und Otto Meese (von links). Foto: Alexandra Lüders

 

Quakenbrück. Mit offenen Armen ist der neue Pastor Friedrich Hülsmann in einem Vorstellungs-Gottesdienst in St. Sylvester empfangen worden. Zur Einsegnung predigte Superintendent Hans Hentschel zum Thema „Seht, die gute Zeit ist nah“. Er legte allen Pastoren darin nahe, nicht nur Krippenspiele einzuüben, sondern den Frieden zu predigen.

 

Auch die Gemeindemitglieder brachten Willkommensgrüße in musikalischer Form, mit Präsenten und guten Worten zum Ausdruck. In einer Überraschungsaktion zauberte die Evangelische Jugend unter der Regie von Diakonin Petra Schimnick neben vielen guten Wünschen, wie „neue Freunde und eine ganz tolle Zeit“, auch ein Liederbuch, einen Stadtplan, eine Poggentasse und Streichhölzer für „zündende Ideen“ aus einer geheimnisvollen Schatzkiste. Dabei verdeutlichten die Jugendlichen, dass sie auf einen engagierten, pünktlichen, gerechten und einfallsreichen Pastor mit Durchhaltevermögen hoffen.

 

Superintendent Hentschel hatte dem Amtskollegen bei seinem Abschied aus Venne eine Hirtenfigur mit Wanderstab und zwei Schafen geschenkt. In St. Sylvester gesellte sich nun ein Flöte spielender Hirte dazu. Er soll den neuen Pastor symbolisieren, der die frohe Botschaft des Weihnachtsengels und die Liebe Gottes in dieser Welt immer wieder aufs Neue verkündet. Es sei aber eine kleine Melodie, die dauernd von lauter Musik übertönt werde.

 

„Sie sind eine kongeniale Ergänzung zu Pastor Thon-Breuker. Als ich Sie bei verschiedenen Begegnungen im Vorfeld erlebt habe, hatte ich nicht nur wegen ihrer Musikalität ein sehr gutes Gefühl. Da wir aber eine Gemeinde mit 4000 Gläubigen sind, wird das für Sie keine Ausflugsfahrt mit Wellnesscharakter, sondern richtig viel Arbeit. Ich heiße Sie an Bord des Gemeindeschiffes herzlich willkommen“, sagte Gerd Meinecke im Namen des Kirchenvorstandes.

 

„Die Stadt ist geflaggt und erstrahlt im Lichtermeer. Ich hoffe im Namen der Stadt und des Stadtrates, dass auch Sie sich in Quakenbrück zu Hause fühlen werden“, wünschte Bürgermeister Claus Peter Poppe einen guten Start ins neue Amt.

 Mit einem Engel aus Ruanda übermittelten der Kuratoriumsvorsteher Otto Meese und die Geschäftsführerin der Diakonischen Stiftung, Anke Markus, Grüße aus dem Haus Bethanien, wo sich insbesondere die Diakonissen Schwester Hilda und Waltraud auf den neuen Seelsorger freuen. Im Namen der katholischen Pfarreien überreichte Diakon Johannes Brinkmeyer geschnitzte und gebastelte Engel als Willkommensgeschenk für Friedrich Hülsmann.

 Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch den Chor „Patchwork Voices“ und der evangelischen Jugend. Hentschel lud Friedrich Hülsmann zu einem überraschenden Duo auf dem Akkordeon und der Gitarre ein.

 

Nach 20-jährigem Dienst in der Venner Walburgis-Gemeinde suchte der 55-jährige Friedrich Hülsmann Veränderung. Der Pastor wird für zwei Jahre Aufgaben in der St.-Sylvester-Gemeinde, im Stift und im Haus Bethanien übernehmen, wo der Seelsorgedienst aufgrund der Erkrankung von Pastor Depker lange ausgefallen war. Im Rahmen einer Dreiviertel-Stelle wird er auch in Vertretungen in der St.-Petrus-Kirche präsent sein. Friedrich Hülsmann freut sich auf seine neuen Aufgaben und will in zwei Jahren wieder eine eigene Gemeinde führen.